9. Januar 2017

Die richtige Pflege für jeden Haartyp

Haartreatments für jeden Haartyp

Egal, ob trocken, fein, kraus oder schuppig: Jeder von uns hat mit seiner Haarstruktur tagtäglich zu kämpfen. Unterschiedliche Haartypen verlangen natürlich auch nach individueller Pflege, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Stellt sich also die Frage: Welcher Haartyp benötigt welche Pflege?

Feines Haar

Feines oder sehr dünnes Haar ist eigentlich recht pflegeleicht. Viele wünschen sich dennoch eine voluminösere Mähne, was man mit Volumenprodukten erreichen kann. Diese befreien die Haare von Rückständen und beschweren nicht. Ein Conditioner oder Shampoo ohne Ölanteile wie beispielsweise von  Annemarie Börlind eignet sich hier wunderbar, um die Haare etwas aufzupushen. Spülungen und Kuren sollten bei feinem Haar eher selten verwendet werden, da der gewünschte voluminöse Effekt hierdurch reduziert wird. Am besten vor dem Haartrocknen Ansatzfestiger wie z. B. von Kérastase ins Haar geben, um für mehr Fülle zu sorgen. Sie geben beim Föhnen einen Lift, sodass das Haar insgesamt dicker wirkt. Generell sollte man sich bei feinen Haaren aber von einer langen Mähne verabschieden, da die Enden oft schlapp herunterhängen und ein Spaghetti-Look entsteht. Bobs oder ein frecher Pixie-Schnitt sind die idealen Formen bei feinem Haar.

Naturkrauses oder naturgewelltes Haar

Frauen ohne Locken sind oft ganz schön neidisch auf die Lockenpracht anderer Damen. Kein Wunder, denn hier gibt es Volumen en masse. Allerdings kann lockiges oder krauses Haar auch schnell ungepflegt oder störrisch aussehen. Der Grund? Die natürlichen Fette auf der Kopfhaut können sich im naturkrausem oder naturgewelltem Haar schlechter verteilen. Ergo: Je länger die Lockenpracht, desto trockener meist auch die Haarstruktur. Am besten pflegt ihr eure Lockenmähne bereits im nassen Zustand mit Produkten, die Jojoba, Panthenol oder Aloe vera enthalten. Auch Anti-Frizz-Produkte wie von Alterna gönnen der Haarstruktur ein wenig Ruhe und pflegen. Die Wirkstoffe umhüllen und beschweren die Haarfasern und ziehen diese so glatter. Mein Beauty-Tipp: Die Locken strähnenweise um den Finger zwirbeln und mit einer Anti-Frizz-Lockencreme versorgen. Dadurch glänzt die Haarpracht wunderschön und fühlt sich auch tiefengepflegt an. Gesund gepflegtes Haar darf dann ab und an auch mit einem Glätteeisen gestylt werden.

Trockenes Haar

Viele von uns müssen sich mit trockenem Haar rumschlagen. In diesem Fall gelangt zu wenig Fett von den Haarwurzeln in die Spitzen. Eine Massage mit der Bürste kann hier schon einmal Abhilfe schaffen und die Fette der Kopfhaut in die Haare transportieren. Gerade jetzt im Winter sind die Haare einem ständigen Wechsel aus extremer Kälte und warmer Heizungsluft ausgesetzt, was sie noch stärker austrocknet. Ein Zeichen für zu trockenes Haar ist beispielsweise unschöner Spliss. Durch die verschiedensten Faktoren wie Föhnen, Glätten oder Rückstände von Styling-Produkten ist die Schuppenschicht der Haaroberfläche beschädigt und das Haar teilt sich in zwei. Jetzt heisst es: Feuchtigkeit, Feuchtigkeit und nochmals Feuchtigkeit, um eurer Mähne wieder Leben einzuhauchen. Intensive Feuchtigkeitspflege mit Inhaltsstoffen wie Arganöl wie beispielsweise in dieser Spülung von Garnier können bei trockenem Haar sehr gut nach jeder Haarwäsche einmassiert und wieder ausgespült werden. Mein Beauty-Tipp: Am besten vor dem Einshampoonieren der Haare eine kleine Portion Conditioner in die Haarspitzen geben. So werden die trockenen Spitzen mit einer Extraportion Pflege aufgepeppelt. In Sachen Styling solltet ihr möglichst auf Glätteeisen und Lockenstab verzichten, da diese die Haarstruktur weiter austrocknen. Wer jedoch nicht drauf verzichten mag, sollte sein Haar auf jedem Fall mit einem Hitzeschutzspray schützen.

Coloriertes Haar

Coloriertes, blondiertes oder gefärbtes Haar benötigt ebenfalls intensive Pflege-Treatments, da die Schutzhülle der Haare durch die aggressive Chemie angegriffen ist. Um jedoch die durch das Färben geschädigte Haarstruktur wieder zu stärken, empfiehlt sich eine feuchtigkeitsspendende Pflege, die das Haar vor UV-Strahlung und externen Faktoren schützt. Gute Feuchtigkeitsspender sind zum Beispiel Shampoos und Spülungen mit Keratin oder Proteinen. Auch Produkte mit Avocado-Öl oder Seidenproteinen eignen sich hierfür besonders gut. Beauty-Tipp: Auch coloriertes Haar am besten vor jedem Styling mit einem pflegenden (Hitze-)Schutz behandeln.

Schnell fettendes Haar

Bei fettigen Haaren empfiehlt es sich, auf milde Reinigung und möglichst geringe Hitze beim Waschen und Föhnen zu achten, da die Talgdrüsen durch die Hitze zu einer Überproduktion animiert werden. Ätherische Öle oder auch Anti-Fett-Wirkstoffe wie beispielsweise bei diesem Lavera Shampoo eignen sich besonders gut als sanfte Reiniger. Shampoos für fettiges Haar enthalten meist besonders viele Tenside, die das Fett lösen und helfen, es auszuspülen. Zudem verzichten sie weitgehend auf rückfettende Komponenten. Daher empfehle ich euch, das Haar immer nur mit lauwarmem Wasser zu waschen und es gut auszuspülen. Beauty-Tipp: Fettige Ansätze können mit Volumenpuder oder Trockenshampoos [anderes raussuchen!]bekämpft werden.

Schuppiges Haar

Klein, hell und störend! Mit Schuppen haben mehr Menschen zu kämpfen, als wir vielleicht denken. Bei diesem Problem ist der natürliche Prozess der Hauterneuerung auf der Kopfhaut zu kurz, sodass die abgestorbenen Hautteile aneinander haften bleiben und sich in grösseren Teilen (den Schuppen) vom Kopf lösen. Bei Schuppen helfen milde Shampoos mit Wirkstoffen wie Linolsäure, Panthenol oder Weizenkeimöl, die die Kopfhaut beruhigen und pflegen. Bei sehr fettigen Schuppen empfiehlt es sich, spezielle Anti-Schuppen-Pflege mit Wirkstoffen wie Zink oder Salicylsäure zu verwenden. Haarfärbungen und spitze Bürsten bitte vermeiden, da sonst wieder unschöne Schuppen entstehen können. Beauty-Tipp: Zum Kämmen am besten natur- oder abgerundete Borsten verwenden, damit die Bürste die Kopfhaut nicht noch mehr reizt.

3 Tipps für eine schöne Wintermähne

  • Es heisst nicht umsonst: „Du bist, was du isst!“. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen trägt massgeblich dazu bei, den Körper und damit auch die Haare zu stärken. Daher neben den ganzen Süssigkeiten zur Weihnachtszeit auch mal öfter zu frischem Obst, Gemüse sowie Milch-, Soja- und Vollkornprodukten greifen.
  • Eine haselnussgrosse Menge Shampoo reicht vollkommen aus, um die Haare – egal, ob kurz oder lang – gut einzushampoonieren. Es ist jedoch wichtig, das Shampoo oder die Spülung mit lauwarmem Wasser gut auszuspülen. Die Spülung muss auch gar nicht besonders lange einwirken, um ein gutes Ergebnis zu erzielen – sie muss das Haar nämlich nur umhüllen.
  • Auch wenn es jetzt im Winter eiskalt werden kann: Die Föhnluft sollte nie zu heiss sein, da dies die Haare unnötig stresst. Die Haare am besten in einem Handtuch antrocknen lassen und bei mittlerer Wärme trockenföhnen und stylen.

Na, welcher Haartyp seid ihr? Pflegt ihr schon richtig?

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